Posts Tagged ‘Nachhaltigkeit’
Nachhaltige Mitarbeiterführung: Heutzutage wird dieser Begriff immer häufiger genannt und von Chefetagen gefordert. Das liegt nicht zuletzt daran, dass sich die Arbeitslandschaft in den vergangenen Jahrzehnten stark umstrukturiert, ja gar neu erfunden hat. In den Abteilungen treffen unterschiedlichste Generationen und Lebensansichten aufeinander. Junge Menschen, die ihre Karriere schnell vorantreiben möchten, Kollegen, die nachmittags ihre Kinder aus Schulen oder Kitas abholen müssen, und ältere Mitarbeiter, die schon einige Jahrzehnte Joberfahrung mit sich bringen. Das eine richtige oder einzige Arbeitsmodell kann es im Jahr 2012 also nicht mehr geben. Daher gilt es, die individuellen Talente und Stärken der Mitarbeiter nicht nur zu fördern. Führungskräfte müssen auch bereit sein, diese erst einmal zu erkennen. Die Zeiten, in denen Manager und Co. völlig losgelöst und ohne jede Kenntnis über den Alltag der Mitarbeiter oder deren Bedürfnisse agieren konnten, sind meiner Meinung nach vorbei.
Heute möchte ich zur Abwechslung ein Buch vorstellen, das mein niederländischer Kollege Leen Zevenbergen verfasst hat. Mit “Sustainability @ the Speed of Passion” hat er ein Werk geschaffen, in dem nicht nur die Vorteile und mittel- bis langfristigen Auswirkungen von nachhaltigem Arbeiten in Unternehmen näher beleuchtet werden, sondern auch möglichst einfache und effektive Techniken zur Umsetzung einzelner Strategien erläutert werden. Da unser Fokus im Arbeitsalltag bei Qurius ohnehin auf Nachhaltigkeit liegt, konnte Leen sein Wissen und seine langjährigen Erfahrungen in diesem Bereich einfließen lassen. Mit diesem Nachschlagewerk richtet sich Qurius an alle Unternehmer, die in ihrem Haus Nachhaltigkeit und eine langfristige sowie erfolgsorientierte Arbeitsweise als Teil ihrer Unternehmensstrategie einführen und etablieren wollen.
Man könnte sich dieser Tage fragen, was aus der globalen Erwärmung geworden ist. Um Deutschland scheint sie in den letzten Tagen jedenfalls einen großen Bogen zu machen – Olympia und die Eurokrise dominieren die Medien. Auch wenn das Thema aktuell tatsächlich an Brisanz verliert, wird es uns noch viele Jahre begleiten – ob nun medial aufbereitet oder nicht. Damit bei Qurius niemand vergisst, wie wichtig nachhaltiges Handeln ist, versuchen wir unseren Mitarbeitern einen verantwortungsvollen Umgang mit unserer Umwelt vorzuleben.
Angefangen hat alles 2010. In diesem Jahr haben wir das Thema Nachhaltigkeit zu einem Eckpfeiler unserer Unternehmensstrategie erklärt. Intern wie extern wurden unsere Ziele, nämlich Ökonomie, Ökologie aber auch gesellschaftliche und soziale Verantwortung miteinander in Einklang zu bringen, kommuniziert. Erste Projekte wurden angeschoben. So begannen wir damit, unsere Energiebilanz auszurechnen und erklärten das ehrgeizige Ziel, CO2-Neutralität erreichen zu wollen.
Bei jedem Bewerbungsgespräch wünsche ich mir am allermeisten, dass die potentiellen neuen Mitarbeiter Leidenschaft mitbringen. Für die Branche. Für den Job. Und für Qurius natürlich. Ich vergesse dabei manchmal, dass vor allem junge Menschen erst durch die richtige Motivation Leidenschaft entwickeln können. Als Vorgesetzter gehört es dazu, einen kleinen Funken zu setzen, damit das Feuer dann sukzessive erwacht. In der heutigen Zeit erwarten viele Personaler aber, dass ihre Bewerber auf einen Job in ihrem Unternehmen nur gewartet haben.
Ich denke, dass es momentan genau andersherum ist. Die Unternehmen müssen sich auch bei den potentiellen Mitarbeitern bewerben. Globalisierung, Mobilität und attraktive Angebote im Ausland machen es immer schwerer, gute Kräfte zu finden. Einem jungen Menschen, der eine fundierte Ausbildung hinter sich hat, stehen heute Türen offen, von deren Existenz ich früher nicht einmal wusste.
Laut einer Studie des Karriereportals Monster halten 31 Prozent aller Arbeitnehmer trotz einer festen Stelle Ausschau nach einem neuen Job. Unternehmen sind demnach gefordert, auch die Leidenschaft bestehender Mitarbeiter zu wecken und sich nicht als passiven Part zu verstehen. Oftmals frage ich mich, was ich mir von einem Mitarbeiter erhoffe. Dabei vergesse ich manchmal, dass sich genau das ja auch der Mitarbeiter fragen sollte. Das „Leiden schaffende“ hat sich in der heutigen Wortbedeutung zu etwas Positivem gewandelt und seine negative Konnotation verloren.
Wie können wir also Leidenschaft in das Business-Umfeld bringen? Motivation, Vertrauen und ein gutes Arbeitsklima sind nachweislich für den Unternehmenserfolg verantwortlich. Um unseren Mitarbeitern zu zeigen, dass wir an ihnen als Mensch interessiert sind, individuelle Talente fördern und herauskitzeln möchten, haben wir die Initiative „The Pride of Qurius“ gestartet. Dabei geht es nicht alleinig darum, dass unsere Mitarbeiter stolz auf ihren Arbeitgeber sind. Vielmehr möchten wir zeigen, dass wir auf jeden unserer Angestellten stolz sind. Auf der Online-Plattform stellen sich unsere Mitarbeiter vor, berichten über ihren Arbeitsalltag, ihre Hobbys und Interessen und vieles mehr. Warum? Das Stichwort lautet Leidenschaft. Wir entwickeln Leidenschaft für so vieles: Familie, Reisen, Freunde, Sport. Das alles hat oft mit dem Berufsalltag wenig zu tun. Wir möchten aber nicht, dass man bei Qurius seine Persönlichkeit zu Hause lässt und als Marionette im Büro erscheint. Wer viel gereist ist, andere Kulturen kennengelernt hat, sich in Sportvereinen engagiert oder viel liest, kann und sollte diese Erfahrungen auch in den Job einfließen lassen (dürfen). Einen leidenschaftlicheren Ideenpool kann ich mir gar nicht vorstellen.
Jede Stunde werden für die weltweite Herstellung von Papierprodukten Waldflächen in der Größe von 500 Fußballfeldern abgeholzt. Als ich diese Zahl der Umweltstiftung WWF Deutschland das erste Mal las, war ich schockiert. 500 Fußballfelder! Muss das in Zeiten von E-Book, Cloud Computing und Mobility wirklich sein? Wahrscheinlich lässt sich Papier aus Büros oder Schulen nicht komplett verbannen: Aber irgendwie muss es doch möglich sein, die Symbiose aus Papier und Computer zu optimieren. Es gibt doch so viele clevere Ideen in Sachen Dokumentenmanagement oder Geschäftslösungen, die helfen, Papierdokumente im Büro zu reduzieren. Selbst das Print-Flaggschiff Encycloaedia Britannica stellt nach 244 Jahren seine gedruckte Ausgabe ein und veröffentlicht die renommierten Nachschlagewerke künftig nur noch digital. Befinden wir uns also auf dem Weg in eine papierlose Zukunft?
Papierlose Büros sind derzeit leider kaum vorstellbar. Zu viele Studien erklären, dass der Papierverbrauch steige und auch künftig nicht abnehmen werde. Schuld sind Technik und Mensch: Wer 1980 eine Ausarbeitung zehn Mal haben wollte, musste an die Schreibmaschine und tippen. Heute stehen Kopierer, Drucker und Co. überall parat und schnell wird „Drucken“ geklickt. Hier muss ein Umdenken stattfinden. Wir sollten uns immer wieder fragen: Brauche ich dieses Dokument wirklich auf Papier? Moderne Geschäftslösungen und Techniken können uns bei diesem Vorhaben wunderbar unterstützen. Microsoft bietet mit seinen ausgefeilten Technologien beispielsweise eine sehr gute Grundlage: So lassen sich sämtliche Office- und Geschäftsanwendungen miteinander verknüpfen, wodurch Informationen und Dokumente automatisch immer und überall verfügbar sind. Gerade für Mitarbeiter, die viel unterwegs sind, ist es naheliegend, das Büro möglichst papierlos zu halten. Weitere Wege beschreitet Microsoft mit der Lösung Lync: Das Unified Communications-System bietet räumlich verteilten Arbeitsgruppen zahlreiche Möglichkeiten, um gemeinsam vernetzt zu arbeiten. Desktop-Sharing etwa macht das Versenden und Ausdrucken von Dokumenten oder Präsentationen überflüssig – mehrere Mitarbeiter an verschiedenen Standorten können einfach gemeinsam an Projekten arbeiten und Inhalte präsentieren. Auch wenn genügend ausgefeilte Technik vorhanden ist, um den Umgang mit Dokumenten zu optimieren – letztendlich liegt es an uns, wie konsequent wir den Traum des papierlosen Büros in die Tat umzusetzen versuchen, vom Praktikanten bis zum Konzernchef.
Doch was können wir neben Selbstdisziplin unternehmen, um die Altpapiertonne zu entlasten? Wie wäre es beispielsweise, Anbieter von Gratiskatalogen, Flyern oder Werbeblättchen zu kontaktieren: Wir möchten bitte nicht länger auf Ihrer Adressliste stehen! Zur papierlosen Archivierung lassen sich elektronische Dokumente zudem als PDF abspeichern. Also nicht sofort „Drucken“ klicken! Büroscanner sowie kleine mobile Geräte helfen darüber hinaus, Papierdokumente elektronisch abzulegen und festzuhalten. Das Kopieren entfällt. Eine weitere gute Idee sind digitale Signaturen: Verträge müssen nicht länger unterzeichnet und zurückgefaxt werden. Alles findet elektronisch statt – wieder Papier gespart. Und drucken Sie eigentlich schon doppelseitig? Ein weiterer Vorschlag: Notizen oder Ideen lassen sich wunderbar auf Smartphone oder Tablet festhalten. Jede Einkaufsliste, die ohne Papier auskommt, ist eine gute Liste! Eine hilfreiche App ist hierbei Evernote.
Nachhaltigkeit bedeutet soziale Verantwortung oder Corporate Social Responsibility für alles, was vom Unternehmen beeinflusst wird: Mitarbeiter, Umwelt und wirtschaftliche Aspekte. Für Qurius und die Menschen, die bei und für uns arbeiten, ist Nachhaltigkeit das A und O. Im Jahr 2010 haben wir zehn Projekte definiert, um unsere Umsetzungsstrategie zur Nachhaltigkeit voranzutreiben. Seit 2011 erstellt Qurius jährlich einen Nachhaltigkeitsbericht auf Basis der GRI-Standards.
1881 fuhr die erste elektrische Straßenbahn durch Berlin. Verbrennungsmotoren konnten die Strom-Variante nicht verdrängen – bis heute werden Schienenfahrzeuge elektrisch betrieben. Was für den Öffentlichen Verkehr an der Tagesordnung ist, scheint sich im Straßenverkehr nur langsam durchzusetzen. Die Bereitschaft, ein Elektroauto zu kaufen, ist nach wie vor gering. Laut einer aktuellen Studie des Marktforschungsinstituts Infas können sich derzeit nur vier Prozent der Deutschen vorstellen, ein E-Mobil zu kaufen. Schuld sind unter anderem die noch zu hohen Anschaffungskosten und die mangelnde Verbreitung von Ladestationen. Auf Deutschlands Straßen sind aktuell gerade einmal 4.500 Elektroautos unterwegs. Zu wenig, finde ich.
Nachhaltige Mitarbeitergewinnung hat viele Facetten. Dieses Thema stand bereits im Fokus meines vorangegangenen Blogposts. Doch auch die „nachhaltige Kundengewinnung“ darf nicht zu kurz kommen. Wer diesen Begriff googelt, erzielt rund 700.000 Treffer. Klar, das Thema interessiert alle Bereiche eines Unternehmens, vom Vertrieb bis in die Managementetagen.
Kunden an ein Unternehmen zu binden ist natürlich immer einfacher gesagt als getan. Viele Fische tummeln sich im großen Wirtschaftsbecken. Der Kunde angelt sich das Tier, das ihm am besten gefällt und möglichst viele Vorteile bringt. So weit, so gut.
Als wir vor ungefähr zwei Jahren beschlossen haben, bis Ende 2014 zu 100 Prozent nachhaltig zu sein, standen wir vor einer riesigen Aufgabe. Schließlich sollte dieser hehre Vorsatz überall im Unternehmen umgesetzt werden. Doch wie ließe sich dieses Ziel praktisch erreichen? Welche Strategien würden sich eignen? Und was genau bedeutet „Nachhaltigkeit“ eigentlich für Qurius? Schnell stand fest: Nachhaltigkeit beschränkt sich nicht nur auf umweltbewusstes Handeln. Wir stehen auch in der Pflicht, uns unseren Kunden, Partnern und vor allem den Mitarbeitern gegenüber nachhaltig zu zeigen und zu verhalten. Dieses Alleinstellungsmerkmal des Unternehmens galt es herauszuarbeiten und zu kommunizieren – intern wie extern.
Nachhaltigkeit ist der Schlüssel für umsichtiges Wachstum. Das heißt, wir müssen Voraussetzungen schaffen, die Qurius im internationalen Vergleich für Mitarbeiter und Kunden zu einem attraktiven und verlässlichen Arbeitgeber und Unternehmen machen. Nachhaltigkeit bis 2014 bedeutet für uns also nachhaltiges Wirtschaften, Ehrlichkeit und Transparenz.


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